Suchen

Calling All Police Cars

Italien, 1975

  • Originaltitel: ...a tutte le auto della polizia...
  • Alternativtitel:

    The Maniac Responsible (USA)

    Without Trace (USA)

  • Regisseur: Mario Caiano
  • Kamera: Pier Luigi Santi
  • Musik: Coriolano Gori
  • Drehbuch: Massimo Felisatti, Fabio Pittorru
  • Inhalt:

    Die junge Professoren-Tochter Fiorella (Adriana Falco) verschwindet spurlos. Entführung? Ein Unfall? Mord? Die Polizei tappt im Dunkeln, doch schon bald entpuppt sich die Geschichte als ein Sumpf aus Prostitution und Korruption bis in die höchsten Kreise...

  • Autor: Andreas Rick
  • Review:

    "Calling All Police Cars" (..a tutte le auto della polizia, 1974) ist ein von Genre-Veteran Mario Caiano inszenierter lupenreiner Poliziottesco/Giallo-Hybrid, ähnlich weiterer Filme wie dem "Suspected Death of a Minor" (Morte sospetta di una minorenne, 1975) von Sergio Martino und "Der Tod trägt schwarzes Leder" (La polizia chiede aiuto, 1974) von Massimo Dallamano, auf den ich später nochmal zurück komme.

     

    Ungewöhnlich für den italienischen Polizeifilm, ist in diesem neben Antonio Sabato in der Rolle des Commissario Fernando Solmi, eine Frau, nämlich Luciana Paluzzi als Inspektorin im Einsatz. Auch sonst lässt sich an der Besetzung nichts aussetzen, wir sehen Gabriele Ferzetti als Professor Icardi, Enrico Maria Salerno in der Rolle des Polizeichefs sowie Marino Masé, Elio Zamuto und Ettore Manni in eher zwielichtigen Rollen. In kleineren Nebenrollen finden sich die jedem Italophilen bekannten Fulvio Mingozzi und Franco Ressel wieder. Der treibende Soundtrack stammt von Lallo Gori.

     

    Das Erzähltempo ist zu Beginn etwas verhalten und sehr auf die Polizeiarbeit bedacht, entwickelt sich aber ab der Hälfte des Films zu einem rasanten Wettlauf zwischen Kommissar Solmi und dem großen Unbekannten ala Giallo par excellence. Aufgrund der Schulmädchen-Thematik kommen Vergleiche mit Dallamanos Schulmädchen-Trilogie um "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" (Cosa avete fatto a Solange?, 1972), "Der Tod trägt schwarzes Leder" (La polizia chiede aiuto, 1974) und dem von Alberto Negrin inszenierten "Orgie des Todes" (Enigma rosso, 1978), welcher aus Dallamanos Feder stammt aber durch seinen viel zu frühen Tod nicht von ihm persönlich umgesetzt werden konnte, natürlich nahe. Insgesamt kann Mario Caianos Werk nicht ganz mit den ganz großen des Genres mithalten, bietet aber durch seine gewohnt routinierte Arbeit beste Unterhaltung.

  • Autor: Andreas Rick
  • Links

    OFDb

    IMDb

    Bitte Kommentar schreiben

    Sie kommentieren als Gast.