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Die Bullen auf den heißen Feuerstühlen

Italien, 1976

  • Originaltitel: Squadra Antiscippo
  • Alternativtitel:

    Die Strickmütze (alternativer Kinotitel)

    Der Superbulle mit der Strickmütze (DVD-Titel)

    The Cop in Blue Jeans (USA)

  • Deutsche Erstaufführung: 09. Juli 1976
  • Regisseur: Bruno Corbucci
  • Kamera: Sebastiano Celeste
  • Musik: Guido De Angelis, Maurizio de Angelis
  • Drehbuch: Bruno Corbucci, Mario Amendola
  • Inhalt:

    Undercover Cop Nico Giraldi kämpft mit seiner Truppe einen nahezu aussichtslosen Kampf gegen einen Diebesring in seiner Stadt. Als eine Gruppe von ihnen dem Gangster Russo einen Koffer mit 5 Millionen aus einer Entführung stehlen, versucht dieser gnadenlos sein Geld wiederzubekommen und Giraldi bietet sich endlich die Chance, an die Hehler und Hintermänner des Diebesringes heranzukommen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Der erste Film mit Tomas Milian als Superbulle/Strickmütze Nico Giraldi kommt noch Poliziesco härterer Gangart daher, der Comedy-Anteil vorhanden aber eher im Hintergrund. Überhaupt erinnert die Figur des Nico Giraldi hier doch sehr stark an den 1 Jahr zuvor entstandenen „Flash Solo – Der Vernichter“ von Umberto Lenzi und auch die Machart ist ähnlich.

     

    Giraldi ist ein Ex-Dieb, der nun undercover für die Polizei im Kampf gegen Diebe tätig ist. Er besitzt eine Maus namens „Heroin“ (Serpico?), trägt Strickmütze, etliche Wollpullover und Wollsocken, sieht aus wie ein Penner und riecht vermutlich auch so, da er in genau dieser Aufmachung auch schläft. Er ist zudem ein Obermacho, und das finden wir gut, denn wir sind mitten in den 70er Jahren.

     

    Trotz B-Movie-Budget bekommen wir ein paar gute Motorradactionszenen geboten, eine herrlich witzige Szene in der Giraldi seine Freundin (gespielt von Maria Rosaria Omaggio, zu sehen in Umberto Lenzis „Die Viper“) zum Ausgehen einlädt, um dann den Zuhälter zu spielen, sie rumschubst, schlägt und dann Anschaffen schickt, um an den Hehler „er Chinese“ heranzukommen. Und wir bekommen als Gaststar Jack Palance, der als Hehlerboss zu sehen ist, und der nebenbei auch noch amerikanischer Botschafter ist.

     

    Und genau hier hat sich die deutsche Synchro einige Freiheiten erlaubt, denn wo Jack Palance in der Originalfassung nicht wegen seiner Verbrechen belangt werden kann, weil er diplomatische Immunität besitzt (weshalb ihm Giraldi auch zum Abschied das Knie zwischen die Beine rammt) wird in der deutschen Synchro ein Dialog aus dem Ärmel geschüttelt: Palance sei zurück in die USA gerufen worden, damit man ihn dort vor Gericht stellen könne, und Giraldi müsse wohl später als Zeuge beim Prozess aussagen. Bei uns siegt eben immer die Gerechtigkeit...

     

    Grundsätzlich mag ich die Giraldi-Filme, aber BITTE im Original mit Untertiteln, denn mit der deutschen Synchro dieser Filme kann ich mich so gar nicht anfreunden. Aber das ist wohl Geschmackssache, wie man an den deutschen Spencer/Hill-Fans oder Celentano-Fans sehen kann.

     

    Erwähnenswert in jedem Fall die Musik von Guido und Maurizio de Angelis, die hier einen wirklich hervorragenden Soundtrack beigesteuert haben, weshalb die schlechte Tonqualität der deutschen DVD auch ein wenig sauer macht.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Veröffentlichungen:

    Savoy Film/Sunfilm zusammen mit „Der Superbulle schlägt wieder zu“, „Der Superbulle in Amerika“ und „Elfmeter für den Superbullen“ in einer Box.

     

    Erst mal vorweg, man bekommt die Box inzwischen für ca. 10,00 Euro und damit kann man dann wohl leben. Das Bild ist grobkörnig, der Ton schlecht, die Synchro‘s Geschmackssache, der auf der Box angekündigte italienische Ton nicht vorhanden, wäre aber ohne Untertitelspur für die Meisten ohnehin nicht sehr hilfreich gewesen.

     

    Bewertung: immer noch besser als gar nichts und immerhin uncut.

     

    Es gibt noch eine italienische DVD von Raro Video, die auch eine deutsche Tonspur besitzt, aber wie die qualitativ so ist, weiß ich leider nicht.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Die italienische Veröffentlichung von Raro hat italienischen, englischen, französischen und deutschen Ton an Bord, allerdings keinerlei Untertitel. Der deutsche Ton ist derjenige der deutschen Synchronisation und ist klar und deutlich abgemischt, im Gegensatz zum italienischen der ziemlich dumpf ist. Zwischen Minute 00:40 und etwa Minute 00:42 ist der Ton asynchron zum Bild. Das Bild ist gestochen scharf, aber nicht glatt gebügelt. Insgesamt ist diese Ausgabe im Vergleich zur Savoy-VÖ ganz klar zu empfehlen.

     

    Als Extras gibt es den italienischen Trailer sowie ein 15-minütiges Feature, in dem der italienische Filmhistoriker Davide Pulici etwas über den Film im Allgemeinen und Tomas Milian im Besonderen erzählt, leider nicht untertitelt.

  • Autor: Maulwurf
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