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Black Sabbath

Frankreich | Deutschland | Italien | Portugal | Spanien, 1989

  • Originaltitel: La maschera del demonio
  • Alternativtitel:

    La máscara del demonio (ESP)

    Le masque de Satan (FRA)

    Demons 5: The Devil's Veil (USA)

    Demonzu 5 (JPN)

  • Regisseur: Lamberto Bava
  • Kamera: Gianfranco Transunto
  • Musik: Simon Boswell
  • Drehbuch: Lamberto Bava, Massimo De Rita, Giorgio Stegani
  • Inhalt:

    Die Hexe Anibas wird im Mittelalter vom Lynchmob des verängstigten Volkes zum Tode verurteilt - mit einer magischen Maske, welche man ihr ins Gesicht hämmert, wird sie hingerichtet. Vor ihrem Tode verspricht sie aber, irgendwann wiederzukehren und Rache an den Nachkommen ihrer Vollstrecker zu üben. In der heutigen Zeit angekommen, unternimmt eine abenteuerlustige Urlaubstruppe junger Leute eine Skifahrt in einem (nicht näher detailliertem) Gebirge, als sich eine Felsspalte öffnet und alle unversehens da hineinrodeln. Sofort wird im eisigen Schnee rumgebuddelt und ein seltsamer Leichnam mit Maske entdeckt. Von der Gesichtsverzierung sofort angetan, wird diese auch schleunigst von der verstümmelten Toten entfernt und damit rumgejuxt. Doch damit wird der jahrhunderte lange Bann über die Hexe gebrochen und sie kann vortan wieder ihr Unwesen treiben, in dem sie von fast jedem Einzelnen der Gruppe Besitz ergreift und sie somit zu ihren willenlosen Sklaven macht - außer Davide, der natürlich versucht seine Freunde zu retten und dem Alptraum ein Ende zu setzen...

  • Autor: Tobias Reitmann
  • Review:

    Lamberto Bava hat mit BLACK SABBATH einen seiner letzten Horrorfilme gegen Ende der 80er Jahre gedreht und das gar nicht mal so übel. Die ersten 30 Minuten sind wirklich gut in Szene gesetzt und machen enorm Lust auf mehr. Das ist zum einen der routinierten Inszenierung rund um die isolierte Schneelandschaft, sowie dem Schloss, auf dem die Gruppe später Zuflucht findet, zu verdanken - aber auch dem feschen Soundtrack von Simon Boswell (steuerte u.a. zu AQUARIUS, DÄMONEN und PHENOMENA ein paar Klänge bei), welcher den Synthie so richtig fein kitzelt und damit das Geschehen extra noch mit antreibt. Die kurze Rückblende wo die Hexe Anibas (leider nur sehr kurz von Eva Grimaldi gemimt) vom Mob gelyncht wird, war auch sehr nett in Szene gesetzt...überhaupt regiert hier über die Hälfte des Films eine gewisse Tristigkeit, welche aber verdammt gut zum Stil dieser Produktion passt. Leider ist so gegen Halbzeit erstmal die Luft raus und Langeweile macht sich breit, aber gegen Ende trumpft Lamberto wieder auf und liefert ein neon-grelles Finale ohne große Blutspritzereien, dafür aber mit dem ein-oder anderen durchgeknallten Gimmick, ab.



    Ein Remake von "Die Stunde wenn Dracula kommt" ist es dennoch nicht, auch wenn kleine Artefakte kopiert oder neu umgemünzt worden und natürlich gibt es an Vater, sowie dem filmischen Vorbild kein Rankommen seitens Bava jr. - aber das wird auch gar nicht angestrebt. Viel mehr soll der Horror von der Isolation und der Besessenheit der Gruppe im Mittelpunkt stehen und das hätte auch dem Film sehr gut gestanden, wenn sich Bava jr. nicht im Mittelteil in Belanglosigkeiten verstrickt hätte. Unter'm Strich bleibt aber dennoch ein netter Vertreter italienischer Gruselfilme einer bald endenden Ära, auch wenn hier eher TV-Niveau (übrigens v.d. Silvio Berlusconi Communications produziert) angesagt ist!

  • Autor: Tobias Reitmann
  • Links

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