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Die Bestie aus dem Weltraum

Italien, 1980

  • Originaltitel: La bestia nello spazio
  • Alternativtitel:

    Beast in Space (USA)

  • Deutsche Erstaufführung: 11. Juni 1985
  • Regisseur: Alfonso Brescia
  • Kamera: Silvio Fraschetti
  • Musik: Marcello Giombini
  • Drehbuch: Alfonso Brescia, Aldo Crudo
  • Inhalt:

    In der Zukunft ist die Menschheit auf der Suche nach „Antalium“, einem seltenen Element, das man unter anderem zur Herstellung von Neutronenbomben braucht. Raumschiffkapitän Larry Madison (Vassili Karis) entdeckt durch seine vergnügliche Bekanntschaft mit Lt. Sondra Richardson (Sirpa Lane) und einer weniger vergnüglichen Begegnung mit dem Händler Juan Cardoso (Venantino Venantini) eine Spur: auf dem noch unerforschten Planeten Lorigon soll es Antalium geben. Sondra Richardson dagegen erzählt ihm von einem immer wiederkehrenden Traum von einem unbekannten Ort, wo sie zuerst einen Mann leidenschaftlich begehrt, dann aber von ihm in einem Wald verfolgt wird. Sie erwacht aber stets, bevor sie erkennen kann, wovor sie sich so fürchtet. Die Sternenflotte (oder irgendeine italienische Entsprechung davon) beauftragt Madison natürlich, sich nach Lorigon zu begeben, auch Sondra Richardson ist für ihn überraschend mit dabei. Auf dem Planeten treffen sie auf den charismatischen aber unheimlichen Onaph, in dem Sondra den Mann aus ihrem Albtraum wiedererkennt, genauso wie die Umgebung des Planeten. Onaph ist aufgrund des Einflusses des Antaliums bereits 800 Jahre alt. Auf dem Planeten verfallen alle in einen Sexualrausch. Sondra wird Richadson untreu und wendet sich Onaph zu. Doch der entpuppt sich als Satyr mit einem furchteinflößenden Gemächt. Und dann gibt es da noch den Supercomputer/Roboter Zocor, der die Gedanken der Gäste kontrolliert und sich ebenfalls mit Sondra zu paaren gedenkt. Kann der windige Händler Cardoso die Katastrophe verhindern?

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Ja, da kann man nur staunen. Nach „Battle of the Stars“, Krieg der Roboter” und “Star Odyssey” ist Alfonso Brescia an den Tatort Weltraum zurück gekehrt, und da ich bisher nie die Geduld hatte, mich durch einen der vorgenannten Werke zu quälen, begann ich mit diesem, da ein paar Extra-Schauwerte zu erwarten waren.

     

    Während die alte deutsche Videofassung es nur auf 70 Minuten brachte, geben Sirpa Lane, Marina Hedman und Maria D’Alessandro in der 93 minütigen Langfassung (PAL 89 Min.) alles, um den Zuschauer bei guter Laune zu halten.

     

    Alfonso Brescia bedient sich hier schamlos an seinen eigenen Sci-Fi-Vorgängern und Walerian Borowczyks „La Bete“, in dem ebenfalls die gebürtige Finnin Sirpa Lane eine unheimliche Begegnung mit dem Animalischen hatte.

     

    Und trotz der vielen international schlechten Bewertungen ist „Die Bestie aus dem Weltraum“ ein Knaller für Italo-Fans. Mit Vassili Karis,  Claudio Undari (hier wie meist unter dem Pseudonym „Robert Hundar“) sowie Venantino Venantini ist auch für eine bekannte Männerriege gesorgt.

     

    Sirpa Lane zur Seite, wie schon erwähnt, Marina Hedmann (als Marina Lotar) und Maria D’Alessandro – werden eigentlich alle Frauen angeturnt, wenn sie kopulierende Pferde sehen? Diese Drei zumindest lt. Drehbuch, sogar gemeinschaftlich.

     

    Das Setting und die Special Effects sind auf Star Trek-Niveau – natürlich sind nicht die Kinofilme sondern die TV-Serie aus den Sechzigern gemeint.

     

    Interessant ist die Musik von Marcello Giombini (als Pluto Kennedy). Ähnlich einfach wie bei „Man Eater“ oder „In der Gewalt der Zombies“, auf einem der ersten „Heim-Synthesizer“ gepielt aber mit klassischen Motiven und nicht ohne Faszination. Der Soundtrack ist anschaffenswert, zumal der dramatische Track zu Sondra Richardsons Albtraum nie in voller Länge im Film zu hören ist.

     

    Der Porno-Anteil: kurz gehalten und manchmal im Widerspruch mit den rein erotischen Einstellungen, aber den „Liebesakt“ zwischen Sirpa Lane und dem Satyr sollte man einmal gesehen haben. Überhaupt kann man Sirpa Lane gar nicht oft genug sehen. In den Hardcore-Einstellungen wurde sie natürlich sichtlich gedoubelt, wie auch später in Andrea Bianchis pornographischem Vergewaltigungs-Schocker „Giochi Carnali.“ Leider starb die John Hamilton-Entdeckung Sirpa Lane 1999 mit nur 46 Jahren an Aids.

     

    Wer nach Anspruch sucht, ist bei „Die Bestie aus dem Weltraum“ offensichtlich grundfalsch. Aber Trash-Fans? Immer ran, es lohnt sich.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Hier geht's zum Soundtrack

    Bestie aus dem Weltraum, Die

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