Suchen

The .44 Specialist

Italien, 1976

  • Originaltitel: Mark colpisce ancora
  • Alternativtitel:

    Agent très spécial 44 (FRA)

    Mark Strikes Again (USA)

  • Regisseur: Stelvio Massi
  • Kamera: Mario Vulpiani
  • Musik: Stelvio Cipriani
  • Drehbuch: Lucio De Caro, Dardano Sacchetti
  • Inhalt:

    Poliziotto Mark ist diesmal Undercover unterwegs. Sein Versuch, sich in eine Organisation von Drogenhändlern einzuschleichen, um etwas über die Hintermänner zu erfahren, ändert sich ein wenig, als er stattdessen an zwei Terroristen gerät. Doch die Vorgehensweise bleibt dieselbe, denn Paul Henkel und Olga Kube (John Steiner und Marcella Michelangeli) sind nur Fußvolk, die Anweisungen von höherer Stelle erhalten. Entgegen dem Rat seines Vorgesetzten Montelli (Giampero Albertini) will Mark an dem Fall dranbleiben und verdeckt ermitteln. Sein Einsatz führt ihn von Rom nach Wien, nach Mailand und schließlich nach Deutschland, begleitet von Exekutionen, Bombenanschlägen, Verrat und einer Zugentführung. Zudem scheint der US-Agent Altman (John Saxon), dem er Bericht erstatten soll, selbst nicht sauber.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Franco Gasparris dritter Einsatz als Mark Terzi (oder „Mark“ Patti“, schließlich ist er Undercover, haben imdb & Co nicht kapiert) ist zugleich auch sein letzter Filmauftritt. Für mich der interessanteste Teil der Reihe, zum einen wegen der Story und nicht zuletzt auch wegen der traumhaften Besetzung. John Steiner und Marcella Michelangeli geben eine glaubhafte Performance, Steiner kalt bis unberechenbar, Michelangeli verführerisch manipulativ. In größeren Nebenrollen beehren uns John Saxon, Malisa Longo und Paul Muller, und insbesondere Saxon in seiner Rolle als Agent der die „größeren Zusammenhänge“ sieht und sich deshalb für ein paar Leichen am Wegesrand nicht sonderlich interessiert, bleibt im Gedächtnis.

     

    Auch Stelvio Cipriani bringt hier einen noch gelungeneren, weil vielseitigeren Score als zum ersten Film, so dass man heilfroh ist, dass sich Massi von Adiano Fabi, dem Komponisten bei „Das Ultimatum läuft ab“, wieder verabschiedet hat.

     

    Interessant ist bei diesem Film ein kurzer Schnitt in den internationalen Fassungen gegenüber der italienischen Originalversion: was 1976 in Italien noch als „rote“ Theorie galt, nämlich dass es sich bei vielen terroristischen Anschlägen in Wahrheit um geheimdienstliche Operationen der Amerikaner handelte, die verhindern wollten, dass Italien eine linke Regierung bekommt, hat sich ja später historisch betätigt. Ein entsprechender Dialog zwischen John Saxon und Franco Gasparri ist aus der früheren internationalen Fassung getilgt worden und weder in der englischsprachigen noch in der deutschsprachigen Fassung zu finden. Stattdessen beließ man es bei einer Szene am Ende, in der Terrorismus nur als Mittel zur Ablenkung von Drogenschäften und ähnlich kriminellen Machenschaften dient. Die italienische DVD enthält beide Szenen.

     

    Überraschend ist, dass der sonst eher unpolitische Stelvio Massi überhaupt dieses Terrain betritt, wenn auch nur für ein paar Sekunden. Der Rest ist solide Krimiunterhaltung, wie von Massi gewohnt, mit preiswerten Actioneinlagen und Schießereien.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Bitte Kommentar schreiben

    Sie kommentieren als Gast.