In Memoriam... Luis Bacalov

Am 15. November 2017 ist mit Luis Enríquez Bacalov im Alter von 84 Jahren einer der umtriebigsten Filmkomponisten des italienischen Genrekinos von uns gegangen. Neben Ennio Morricone, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband, startete Bacalov seine Karriere bei RCA Records. Nach ersten Arbeiten für bekannte italienische Sänger_innen verschlug es ihn Anfang der 1960er Jahre zum Film, Jahrzehnte später sollte Quentin Tarantino u.a. in Kill Bill und Django Unchained einige seiner Tracks erneut verwenden.

Die größten Erfolge feierte Bacalov neben dem Oscar für Michael Radfords "Der Postmann" (Il postino, 1994) hauptsächlich im Genre des Italowestern, zu seinen Glanzstücken zählen sicherlich die Musik zu Sergio Corbuccis "Django" (1966) mit Franco Nero, Franco Giraldis "Rocco, der Mann mit den zwei Gesichtern" (Sugar Colt, 1966) mit Jack Betts und Soledad Miranda, Damiano Damianis "Töte Amigo" (Quién sabe?, 1967) mit Gian Maria Volontè, Klaus Kinski, Martine Beswick und Lou Castel sowie Giancarlo Santis "Drei Vaterunser für vier Halunken" (Il grande duello, 1972) mit Lee Van Cleef.

Unverkennbare Melodien steuerte er ebenfalls zu Elio Petris "Zwei Särge auf Bestellung" (A ciascuno il suo, 1967) mit Gian Maria Volontè, Irene Papas, Gabriele Ferzetti und Luigi Pistilli, Maurizio Lucidis "Der Todesengel" (La vittima designata, 1971) mit Tomas Milian, Pierre Clémenti und den beiden Fernando Di Leo Filmen "Milano Kaliber 9" (Milano calibro 9, 1972) mit Gastone Moschin, Barbara Bouchet, Mario Adorf, Frank Wolff und "Der Teufel führt Regie" (Il boss, 1973) mit Henry Silva, Richard Conte und Gianni Garko bei, um nur einen kleinen Teil zu nennen.

Sein Werk wird in unseren Ohren ewig weiterklingen. Möge er in Frieden ruhen!

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